Kitzbüheler Sommerkonzerte 2026
Sehr geehrte Damen und Herren!
Sie kennen die Challenge: Es gehört zu unserem Ehrgeiz, Sie Jahr für Jahr mit einer Premiere zu überraschen. Dass dies mit jedem Jahr schwieriger wird, liegt in der Natur der Sache, nähern wir uns doch mit der 49. Ausgabe der Kitzbüheler Sommerkonzerte einem denkwürdigen und im Feld der von Enthusiasten ermöglichten Kammermusik-Serien seltenen Jubiläum.
Die diesjährige Premiere erleben können Sie am 19. August, wenn wir eine historische Gitarre in den Mittelpunkt eines Abends stellen. Es liegt dabei nahe, Toto Cutugnos Welt-Hit aus den 80er-Jahren als Titelgeber zu bemühen: Lasciate mi cantare, con la chitarra in mano…
Für das Fandango-Quintett von Luigi Boccherini in Händen gehalten wird sie von Johannes Vogt, dazu stehen ein Streichquartett von Juan Crisóstomo de Arriaga (mit Werner Neugebauer, Irina Rusu-Weichenberger, Herbert Lindsberger und Florian Simma) und Werke für Gitarre ganz allein am Programm.
Eröffnet werden die Sommerkonzerte 2026 am 5. August vom Klavierduo Silver-Garburg. „Als Klavierduo ist es einfach, virtuos Effekte zu erzielen. Das allein ist aber viel zu wenig. Wir wollen unsere Zuhörer emotional bewegen und sie zum Kern der Musik bringen“, sich ihrem Credo anzuschließen fällt leicht.
Ihre Solokarrieren haben Sivan Silver und Gil Garburg in ihrem Klavierduo gebündelt, sie feiern Erfolge in den bedeutendsten Konzertsälen der Welt, arbeiten mit den besten Orchestern, ihre Aufnahmen gewinnen die wichtigsten Preise, wir freuen uns auf sie und ihr Programm mit Werken von Schubert, Martinu und Ravel.
Am 12. August kommen mit dem aron quartett „alte Bekannte“ zurück nach Kitzbühel. Dessen Mitglieder waren als Solisten des Wiener Kammerorchesters bereits 1998 zu Gast bei den Sommerkonzerten, ein Wiedersehen und Wiederhören ist also mehr als überfällig. Ihre klare Vision, Werke der Wiener Klassik und solche aus dem 20. Jahrhundert gleichberechtigt nebeneinander zu stellen, haben sie sich erhalten, György Kurtags 100. Geburtstag hat ihre Wahl klarerweise beeinflusst. Mit dem Kontrabass-Quintett von Antonin Dvorak (mit Johannes Gasteiger) steht ein zentrales Kammermusikwerk für die tiefsten Streicher am Programm, eröffnet wird der Abend mit einem Streichquartett von Joseph Haydn.
„Lachen als beste Form der Notwehr, um den Wahnwitzigkeiten der Gegenwart zu begegnen“, so beschreibt Florian Scheuba seinen Abend zusammen mit dem Ensemble Salzburg-Wien unter dem Titel Russische Klassik statt Russia Today.
Ein vielfach ausgezeichneter Kabarettist und Satiriker, und Mitglieder der Wiener Philharmoniker und des Mozarteumorchesters Salzburg bieten zum Abschluss der 49. Kitzbüheler Sommerkonzerte am 26. August musikalische Blicke in die Vergangenheit und humoristisch-satirische Blicke auf die Gegenwart, und bedienen sich dabei der Quartettliteratur von Beethoven, Glasunow, Borodin, Tschaikowski und Joseph Haydn.
Es mag Ihnen auffallen, dass heuer im Rahmen der Sommerkonzerte kein Familienkonzert angeboten wird. Nach zehn Jahren mit sehr viel, viel und zuletzt mäßigem Publikumszuspruch haben wir uns entschlossen, unser Angebot für ein speziell auf Familien zugeschnittenes Programm zu überdenken. Davon abzurücken war für uns kein Thema, vielmehr wagen wir den Versuch, dafür einen günstigeren Termin - außerhalb der Schulferien - zu finden. Somit ermöglichen wir Ihnen eine weitere Premiere: Camille Saint-Saëns‘ Karneval der Tiere ist als Koproduktion der Kitzbüheler Sommerkonzerte und des Harfenfestivals Kitzbühel bereits am 30. Mai Teil unserer Konzertserie (mit Edith Gasteiger, Claire Le Fur, Heide Wartha, Christine Foidl, Johannes Gasteiger, und Elia Ritter).
Ein weiteres Mal ans Herz gelegt sei Ihnen die Homepage www.kitzbueheler-sommerkonzerte.at, auf der Sie nicht nur mit weiterführenden Informationen versorgt werden, sondern auch die Möglichkeit geboten bekommen, jedes einzelne Konzertprogramm seit der Gründung der Kitzbüheler Sommerkonzerte im Jahr 1978 nachsehen zu können.
Mit Friedhelm Capellari hat uns vergangenen Dezember ein Gründervater der Sommerkonzerte verlassen. Unser Verein der Kitzbüheler Musikfreunde hat ihm posthum die Attribute neugierig, tolerant, und unbestechlich zugeschrieben, sie werden weiterhin unser Wirken für den Verein bestimmen. Wohin auch immer „der Friedl“ uns vorausgegangen ist, er soll dieses Bemühen spüren, RIP.
Sollten Sie Ihr Wohlwollen den Kitzbüheler Musikfreunden gegenüber in Form einer Mitgliedschaft oder eines Förderbeitrages unterstreichen wollen, käme dies dem Verein nicht nur finanziell sehr gelegen, es wäre zudem Bestätigung dafür, dass man mit der ehrenamtlichen Kulturarbeit auf dem richtigen Weg ist.
Dr. Herbert Lindsberger als künstlerischer Leiter,
und das gesamte Team der Kitzbüheler Sommerkonzerte









